Das Abibuch als Erinnerung an das Abitur
Wer als Klasse etwas auf sich hält, wird sicherlich nicht nur eine billige Abizeitung erstellen, sondern mehr Zeit und Mühe investieren, damit man später eine Abibuch in Händen hält. Das abitur ist eine der wichtigsten Zäsuren im Berufsleben. Es ist das Sprungbrett zur großen weiten Welt des Studiums. Hat man es dorthin geschafft, stehen alle Türen offen. Für so ein wichtiges Ereignis kann es nicht schaden, mehr Aufwand zu betreiben, um die Erinnerung an die Zeit bis dorthin fest zu schreiben. In einem Abibuch den gesamten Jahrgang in Bildern und Geschichten zu beschreiben und zum Teil sicher zu karikieren stellt die Klasse in die Tradition vieler anderer Vorgänger. Das Bedürfnis danach, die gute alte Zeit zu Papier zu bringen scheint tief verwurzelt zu sein. Fest jede Klasse versucht etwas zu schaffen, das Bestand hat, selbst wenn die Gemeinschaft sich nun auflösen wird. Manche begnügen sich mit der Abizeitung, der kleinen Schwester des Abibuches. Egal für was sich Schüler entscheiden werden, wichtig ist nur, etwas zu schreiben, das für die Ewigkeit hält. In den Zeitungen zu formulieren, was über Jahre alle bewegt hat bietet auch den psychologischen Effekt, es dann besser loslassen zu können. Einerseits verbindet diese Zeit Lehrer und Schüler auf intensive Weise, auf der anderen Seite ist eben auch das abitur irgendwann geschafft und der Zeitpunkt gekommen, dass sich die Wege trennen. Mit einem Abibuch haben alle die Chance, die anderen im Gedächtnis zu behalten. Deshalb sollte man nicht darauf verzichten, dieses Gesamtkunstwerk über die vergangene Zeit zu erstellen.