Sind Taggeldversicherungen sinnvoll?
Ein Selbständiger, für den es heisst, selbst und ständig sein Einkommen zu erzielen und für seinen Lebensunterhalt zu sorgen, ist der Abschluss so genannter Taggeldversicherungen sinnvoll.
Der Sinn solcher Taggeldversicherungen ist der, dass bei einem Erwerbsausfall die Taggeldversicherung ein Taggeld an den Versicherungsnehmer zahlt. Dieses Taggeld richtet sich nach dem Einkommen des Selbständigen, eine Überversicherung ist nicht möglich. Der Versicherungsnehmer erhält zwischen 80 und 90 % seines Lohnes als Taggeld, und zwar in der Zeit, in der er den Erwerbsausfall zu verzeichnen hat, jedoch maximal 720 Tage wird das Taggeld gezahlt.
Somit liegt der Sinn der Taggeldversicherungen darin, dass es dem Selbständigen so möglich ist, seinen Erwerbsausfall finanziell zu überbrücken, d. h. seine laufenden Kosten zahlen kann und somit nicht in ein finanzielles Problem rutscht.
Bei den Taggeldversicherungen kann der Versicherungsnehmer die Wartezeit selbst bestimmen, d. h. die Wartezeit ist die Zeit, bis die Taggeldversicherung erstmalig das Taggeld nach Eintreten des Erwerbsausfalls zahlt. Die minimale Wartezeit bis zum Zahlungstermin beträgt drei Tage, die maximale Wartezeit 360 Tage. Nach dieser Wartezeit richtet sich auch die Prämie zu der Taggeldversicherung.
Doch was versteht man unter Erwerbsausfall? Der Erwerbsausfall kann aufgrund von Krankheit oder Unfall entstehen, und beeinträchtigt den Selbständigen dahingehend, seiner beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Um eben den finanziellen Aspekt dahingehend zu verfolgen, dass der Selbständige auch trotz Erwerbsausfalls die Möglichkeit hat, seine laufenden Kosten, ob beruflicher oder privater Natur, weiterhin zu tragen.
Hat ein Selbständiger beispielsweise keine Taggeldversicherung abgeschlossen und er kann plötzlich aufgrund einer Krankheit nicht mehr arbeiten, so muss er versuchen, seine finanziellen Verluste auszugleichen.